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Phäno- und genotypische Resistenzmuster von E. coli, die von Kühen mit klinischen Mastitiden isoliert wurden

Zwischen 135 Isolaten von E. coli, die von Milchkühen aus zwei Holstein-Frisian-Herden aus dem Bundesstaat New York (USA) stammten und an einer klinischen Mastitis erkrankt waren, bestand eine hohe genetische Variabiltät. Nur bei Isolaten, die aus dem selben Viertel einer Kuh unterschiedlicher Laktationsstadien stammten, konnte in der Pulsfeldgelelektrophorse (PGFE) identische Muster nachgewiesen werden. Diese ergebnisse verdeutlichen, dass E. coli nur sehr selten während des Melkprozesses von einer Kuh auf eine andere übertragen wird, sondern zumeist aus der Umwelt der Tiere stammen. Die Ergebnisse zeigen auch, dass E.coli-Stämme in der Milchdrüse persistieren und zu wiederholten klinischen Erkrankungen führen können. Die PGFE-Muster waren ebenso unabhängig vom Vorkommen für antimikrobielle Resistenz (AMR) verantwortlicher Gene.

Fast alle in der studie getesteten E. coli – Isolate waren resistent gegenüber Ampicillin, Aztreonam und Cefaclor (> )90 Prozent. Gegen Streptomycin, Nitrofurantoin, Sulfisoxazol, Tetracylin, Cefuroxim, Fosfomycin, Gentamycin und Cephalotin waren zwischen 15 und 40 prozent der Stämme resistent. Nur wenige Isolate zeigten Resistenzen gegeüber Amikacin, Fluorchinolonen, Florfenicol und Cephalosporinen der 3. und 4. Generation. (< 15 Prozent). Allerdings war in vitro nicht nicht in allen Fällen eine Übereinstimmung zwischen dem Vorhandensein eines Resistenzgenes und einer tatsächlichen Resistenz vorhanden. So zeigte einige Stämme eine Resistenz, ohne dass entsprechende Gene vorhanden waren, während andere, die Resistenzgene trugen, auf Antibiotika ansprachen.

Auf Grund des perakuten Verlauf der E-coli-Mastitiden muss eine Behandlung durchgeführt werden, bevor ein antibiogramm durchgeführt wurde. Die Studie zeigt, dass von Resistenzen bei früheren KColi-Mastitiden nicht auf eine Resistenz in weiteren Fällen geschlossen werden kann, sondern bei jedem neuen Fall rückblickend betrachtet werden muss.

Trotzdem können Resistenzmuster, die in der Vergangenheit beobachtet wurden, als Basis für die Antibiotikaauswahl herangezogen werden. Es sollte der Einsatz von Wirkstoffen, die bei früheren Coli-Mastitiden in vitro keine Wirkung zeigten, sollte vermieden werden. Idealerweise sollten die Testergebnisse auf dem Betrieb bekannt sein. An zweiter Stell können regionale Daten für die Antibiotikaauswahl herangezogen werden. Obwohl die Testergebnisse von zwei Betrieben wie in dieser Studie nicht zur Auswahl des Antibiotikums herangezogen werden sollten, können sie für das Verständnis der Variabilität resistenter E. coli – Stämme, die Mastitiden verursachen, hilfreich sein.